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HU und AU in Deutschland erklärt: Alles, was Autofahrer wissen müssen

Friday, 12. Jun 20267 min read
Mechaniker und Prüfer kontrollieren ein Auto während der Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) in Deutschland in einer TÜV-Prüfstelle.
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Wer in Deutschland ein Fahrzeug besitzt, kommt an der HU und AU nicht vorbei. Die regelmäßige Fahrzeugprüfung dient nicht nur der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern trägt maßgeblich zur Verkehrssicherheit und zum Umweltschutz bei.

Kategorie

TÜV & Legal Germany

Aktualisiert

Juni 2026

Praxis-Hinweis

Rechtliche Fahrzeugtermine sind einfacher zu managen, wenn Datum, Dokument und Folgeaufgaben an derselben Stelle sichtbar bleiben.

Trotzdem herrscht bei vielen Fahrzeughaltern Unsicherheit: Wann ist die nächste Prüfung fällig? Was wird kontrolliert? Welche Kosten entstehen? Und was passiert, wenn man den TÜV-Termin verpasst?

In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige über HU und AU in Deutschland – von den gesetzlichen Grundlagen über Kosten und Fristen bis hin zu praktischen Tipps für eine erfolgreiche Prüfung beim ersten Versuch.

Looking for the English version? Read our guide: HU and AU Explained: What German Car Owners Should Know.

Was ist der Unterschied zwischen HU und AU?

Die Hauptuntersuchung (HU) prüft, ob ein Fahrzeug verkehrssicher ist und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Die Abgasuntersuchung (AU) kontrolliert die Emissionswerte des Fahrzeugs. Die AU ist heute Bestandteil der Hauptuntersuchung, wird jedoch weiterhin häufig als eigenständiger Prüfschritt bezeichnet. Beide Prüfungen sind für die meisten Fahrzeuge in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

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Was bedeuten HU und AU?

Was ist die Hauptuntersuchung (HU)?

Die Hauptuntersuchung (HU) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Fahrzeugprüfung gemäß §29 StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung).

Ziel der Untersuchung ist es festzustellen, ob ein Fahrzeug:

  • verkehrssicher ist
  • den gesetzlichen Vorschriften entspricht
  • keine erheblichen technischen Mängel aufweist
  • sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann

Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Fahrzeug eine neue TÜV-Plakette auf dem hinteren Kennzeichen.

Die HU wird nicht ausschließlich vom TÜV durchgeführt. Auch andere zugelassene Prüforganisationen dürfen die Untersuchung vornehmen. Wer die Fahrzeugidentität vorab prüfen möchte, kann die Fahrgestellnummer kostenlos prüfen.

Dazu gehören:

  • TÜV
  • DEKRA
  • GTÜ
  • KÜS

Der Begriff „TÜV“ wird umgangssprachlich häufig synonym für die Hauptuntersuchung verwendet.

Was ist die Abgasuntersuchung (AU)?

Die Abgasuntersuchung (AU) überprüft die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs.

Dabei werden unter anderem kontrolliert:

  • Abgaswerte
  • Partikelemissionen
  • Funktion des Katalysators
  • Funktion des Dieselpartikelfilters
  • Motormanagementsysteme
  • OBD-Diagnosedaten

Ziel ist es sicherzustellen, dass Fahrzeuge die vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte einhalten.

Moderne Fahrzeuge werden häufig über die On-Board-Diagnose (OBD) geprüft, wodurch Fehler im Abgassystem schnell erkannt werden können.

Warum werden beide Begriffe oft zusammen genannt?

Bis 2010 wurden HU und AU häufig als zwei getrennte Prüfungen wahrgenommen.

Heute ist die AU in die Hauptuntersuchung integriert. Dennoch hat sich die Bezeichnung „HU/AU“ im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert.

Viele Fahrzeughalter sprechen weiterhin von:

  • TÜV
  • TÜV-Prüfung
  • HU/AU
  • TÜV-Termin

Gemeint ist meist die gesetzlich vorgeschriebene Fahrzeugprüfung insgesamt.

Welche Fahrzeuge müssen zur HU und AU?

Pkw

Private Pkw müssen erstmals drei Jahre nach Erstzulassung zur Hauptuntersuchung.

Danach gilt:

  • Erste HU: nach 36 Monaten
  • Danach: alle 24 Monate

Dies betrifft sowohl Benziner als auch Dieselfahrzeuge.

Motorräder

Motorräder unterliegen ebenfalls der Hauptuntersuchung.

Fristen:

  • Erste Prüfung nach 24 Monaten
  • Danach alle 24 Monate

Bei Motorrädern stehen insbesondere Bremsen, Beleuchtung und Fahrwerk im Fokus.

Nutzfahrzeuge

Für Nutzfahrzeuge gelten teilweise kürzere Prüfintervalle.

Je nach Fahrzeugklasse können zusätzliche Sicherheitsprüfungen erforderlich sein.

Unternehmen sollten deshalb die jeweiligen Prüfpflichten genau dokumentieren.

Firmenfahrzeuge

Firmenwagen und Flottenfahrzeuge unterliegen denselben gesetzlichen Anforderungen wie Privatfahrzeuge.

Da versäumte Prüfungen schnell zu Ausfallzeiten und zusätzlichen Kosten führen können, setzen viele Fuhrparkmanager auf digitale Erinnerungs- und Dokumentationssysteme.

Wie läuft eine HU/AU-Prüfung ab?

Viele Fahrzeughalter fragen sich, was bei der Prüfung tatsächlich kontrolliert wird.

Die Untersuchung umfasst mehrere Bereiche.

Dokumentenprüfung

Der Prüfer kontrolliert unter anderem:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Fahrzeugidentität
  • Kennzeichen
  • Fahrgestellnummer

Sicherheitsprüfung

Anschließend erfolgt die technische Prüfung wichtiger Sicherheitskomponenten.

Bremsen

Kontrolliert werden:

  • Bremswirkung
  • Bremsleitungen
  • Bremsflüssigkeit
  • Feststellbremse

Mängel an der Bremsanlage zählen zu den häufigsten Gründen für das Nichtbestehen.

Beleuchtung

Geprüft werden:

  • Abblendlicht
  • Fernlicht
  • Blinker
  • Bremslichter
  • Nebelschlussleuchte
  • Kennzeichenbeleuchtung

Bereits eine defekte Glühlampe kann beanstandet werden.

Reifen

Der Prüfer kontrolliert:

  • Profiltiefe
  • Reifenzustand
  • Beschädigungen
  • Reifendimensionen

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm.

Empfohlen werden jedoch mindestens 3 mm.

Fahrwerk und Lenkung

Hier werden geprüft:

  • Stoßdämpfer
  • Achsen
  • Lager
  • Spurstangen
  • Lenkung

Defekte Fahrwerkskomponenten können die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen.

Emissionen

Im Rahmen der AU werden die Emissionswerte überprüft.

Besonderes Augenmerk liegt auf:

  • Dieselfahrzeugen
  • Fahrzeugen mit hoher Laufleistung
  • Fahrzeugen mit Motorkontrollleuchte

Was kostet HU und AU in Deutschland?

2
bundesweit vertreten
häufige Prüfstellen
vergleichbare Preisstruktur
besonders stark in Ostdeutschland vertreten
ähnliche Gebühren
zahlreiche Partnerwerkstätten
flexible Terminvereinbarung
regionale Verfügbarkeit
vergleichbare Kosten
ausgefallene Lampen
falsch eingestellte Scheinwerfer
verschlissene Bremsbeläge
ungleichmäßige Bremswirkung
zu geringe Profiltiefe
beschädigte Reifenflanken
undichte Dichtungen
tropfendes Motoröl
defekte Sensoren
Probleme mit Katalysator oder DPF
Motorkontrollleuchte aktiv
Alle Leuchten vorab kontrollieren.
Reifenprofil prüfen.
Reifendruck kontrollieren.
Scheibenwischer ersetzen.
Flüssigkeitsstände prüfen.
Warnleuchte im Cockpit beachten.
Bremsen auf ungewöhnliche Geräusche prüfen.
Fahrzeug vor der AU ausreichend warmfahren.
Fahrzeugunterlagen bereithalten.
Kleine Mängel vor dem Termin beheben lassen.

Besonders für Firmenwagen-Nutzer, Fuhrparkmanager und Besitzer mehrerer Fahrzeuge reduziert dies das Risiko verpasster Prüfungen erheblich.

Fazit

HU und AU in Deutschland sind zentrale Bestandteile der gesetzlichen Fahrzeugprüfung. Sie sorgen für mehr Verkehrssicherheit, geringere Umweltbelastungen und die Einhaltung der Vorschriften nach §29 StVZO.

Wer Fristen im Blick behält, sein Fahrzeug regelmäßig wartet und und Fahrzeugdaten sauber dokumentiert, vermeidet unnötige Kosten. Hilfreich ist dabei auch eine strukturierte Übersicht über die Fahrzeughistorie und die Möglichkeit, die Fahrgestellnummer kostenlos zu entschlüsseln..

Mit Fahrnex behalten Sie Wartungen, Dokumente und TÜV-Termine jederzeit im Blick.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss man zur HU in Deutschland?

Private Pkw müssen erstmals drei Jahre nach der Erstzulassung zur Hauptuntersuchung. Anschließend erfolgt die Prüfung alle zwei Jahre. Für Motorräder gelten in der Regel zweijährige Intervalle. Bestimmte Nutzfahrzeuge unterliegen kürzeren Prüfzyklen. Die genaue Frist ist auf der TÜV-Plakette und in den Fahrzeugunterlagen ersichtlich.

Ist die AU noch Pflicht?

Ja. Die Abgasuntersuchung ist weiterhin gesetzlich vorgeschrieben. Sie wird heute als Bestandteil der Hauptuntersuchung durchgeführt. Dabei werden die Emissionswerte des Fahrzeugs kontrolliert und geprüft, ob die geltenden Umweltstandards eingehalten werden.

Was kostet eine Nachprüfung?

Die Kosten für eine Nachprüfung liegen üblicherweise zwischen 15 und 40 Euro. Die genaue Höhe hängt von der Prüforganisation, dem Fahrzeugtyp und dem Umfang der festgestellten Mängel ab.

Wie lange darf man den TÜV überziehen?

Rechtlich sollte die Hauptuntersuchung fristgerecht durchgeführt werden. Je länger die Frist überschritten wird, desto höher fallen mögliche Bußgelder aus. Ab einer erheblichen Überziehung können zusätzliche Prüfkosten und Punkte in Flensburg drohen.

Kann man ohne gültige HU fahren?

Das Fahrzeug bleibt grundsätzlich zugelassen. Allerdings begeht der Halter eine Ordnungswidrigkeit. Zudem können bei Kontrollen Bußgelder verhängt werden. Werden technische Mängel festgestellt, kann die Weiterfahrt untersagt werden.

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